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Unfallstatistik

Unfallstatistik 2009: Tiefststand bei Toten

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(Grafik: Innenministerium NRW)

(Grafik: Innenministerium NRW)

 

 

Zahl der Verkehrstoten in NRW auf historischem Tiefststand

Im Westen, 08.02.2010

 

 

Düsseldorf. Auf den Straßen in NRW sind 2009 so wenige Menschen gestorben wie nie zuvor. Insgesamt kamen 621 Personen ums Leben. Mehr als jeder dritte Verkehrstote wurde Opfer eines Raser-Unfalls. Die Polizei soll in den kommenden Monaten verstärkt kontrollieren, warnt Innenminister Wolf.

Die Zahl der Verkehrstoten in Nordrhein-Westfalen ist im Vorjahr auf ein historisches Tief gesunken. Im Jahresverlauf kamen auf den Straßen des bevölkerungsreichsten Bundeslandes 621 Personen ums Leben. Das waren zehn Prozent oder 73 Personen weniger als 2008. Damit war es zugleich der niedrigste Stand seit Einführung der Verkehrsunfallstatistik 1953, wie das Innenministerium am Montag in Düsseldorf berichtete.

Leicht rückläufig war im Vorjahr auch die Zahl der bei Verkehrsunfällen Verletzten. Sie sank gegenüber 2008 um 1,7 Prozent oder 1700 Personen auf 78 365. Die Zahl der Verkehrsunfälle blieb dabei mit rund 560 000 weitgehend unverändert gegenüber den Vorjahren. Seit 2005 ging damit in NRW die Zahl der Verkehrstoten um mehr als ein Viertel und die der Verletzten um 5,5 Prozent zurück.

Fahrzeuge immer sicherer

Mit 35 Verkehrstoten pro 1 Million Einwohner war NRW im Vorjahr erneut das Flächenland mit den wenigsten Verkehrstoten. Den anhaltenden Rückgang führt das Innenministerium vor allem auf immer sicherere Fahrzeuge, gute Straßen sowie die Kontrollen der Polizei zurück.

Unsere Strategien gegen die Hauptursachen von tödlichen Unfällen wie überhöhte Geschwindigkeit, Alkohol und Drogen am Steuer sowie Nichtanschnallen wirken“, sagte NRW-Innenminister Ingo Wolf. Ziel der Polizei sei es, die Zahl der Verkehrstoten bis 2015 gegenüber 2005 zu halbieren. Mit dem jetzt erreichten Etappenziel sei das zu schaffen.

Neue Tiefststände gab es 2009 auch bei den Zahlen der im Straßenverkehr getöteten Kinder und tödlich verunglückten jungen Fahrer. So starben im Vorjahr 15 Kinder bei Verkehrsunfällen - 2005 waren es noch doppelt so viele. Verletzt wurden 298 (minus vier Prozent) Bei den 18- bis 24-Jährigen gab es 110 Verkehrstote - vier weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der Verletzten ging hier dagegen leicht um 0,6 Prozent auf 14 167 nach oben.

Weniger Senioren verunglückt

Zufrieden zeigt sich die Polizei auch über die stetig sinkende Zahl der im Verkehr verunglückten Senioren. Obwohl inzwischen ein Fünftel der Verkehrsteilnehmer 65 Jahre und älter sei, liege deren Verunglücktenanteil bei nur 11,4 Prozent, so das Ministerium. Und starben 1970 noch 960 Senioren im Straßenverkehr, konnte diese Zahl 2009 auf 198 gesenkt werden.

Mehr als jeder dritte Verkehrstote auf nordrhein-westfälischen Straßen ist Opfer von zu hoher und nicht angepasster Geschwindigkeit. Im vergangenen Jahr waren das 226 von 621. „Das wollen wir ändern und haben deshalb zu Beginn des Jahres die Anti-Raser-Kampagne gestartet“, erklärte Wolf. „Die Polizei wird landesweit in den nächsten Monaten verstärkt aufklären und kontrollieren.“ (ddp)

 

 
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