Gelb, reflektierend und unübersehbar

Imgenbroich/Nordeifel. Sie sind gelb, reflektierend und unübersehbar: die Sicherheitskragen für die Schulneulinge, die die Verkehrswacht Monschau jedes Jahr pünktlich zum Schulstart in den Grundschulen der Nordeifel verteilt. 300 Schulanfänger aus den Kommunen Monschau, Roetgen und Simmerath erhalten zu Beginn des Schuljahres 2016/17 diese Sicherheitsausstattung. Stellvertretend für alle Erstklässler wurden am Freitag die Sicherheitskragen an die 34 Erstklässler der Gemeinschaftsgrundschule Imgenbroich-Konzen verschenkt.

Die Verkehrswacht Monschau übergab gemeinsam mit Vertretern der Polizei, der Sparkasse Aachen als Sponsor, der Stadt Monschau und der Städteregion Aachen die Willkommensgeschenke für die I-Dötze.

Appell an Autofahrer

Otto Stollenwerk, Vorsitzender der Verkehrswacht Monschau, wies im Beisein einiger Eltern darauf hin, dass die gelben Sicherheitskragen eine Aufforderung an alle Verkehrsteilnehmer zu mehr Sicherheitsbewusstsein bedeuten. Schulanfänger seien im Straßenverkehr in besonderem Maße gefährdet, „da sie die Gefahren noch nicht richtig einschätzen können“. Stollenwerk nannte aktuelle Zahlen, die dies belegen. So seien bundesweit im Jahr 2014 insgesamt 28 600 Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr zu Schaden gekommen. In 71 Fällen habe es tödliche Unfälle gegeben.

Der Verkehrswacht-Vorsitzende, für den es wegen seiner angekündigten Amtsaufgabe wohl die letzte Übergabe an die Schulneulinge war, appellierte daher an die Autofahrer, mit Beginn der Schulzeit insbesondere in den Ortslagen vorsichtig zu fahren. Mit den gelben Sicherheitskragen, den Spannbändern „Schule hat begonnen“ und der mobilen Jugendverkehrsschule leiste die Verkehrswacht Monschau einen wesentlichen Beitrag zur mehr Sicherheit. Otto Stollenwerk gab den Eltern den Tipp, mit den Schulneulingen den Schulweg einzuüben.

Verstärkt Messungen

Mario Desombre vom Dezernat für (Verkehrs-) Sicherheit bei der Städteregion kündigte an, dass seine Behörde gerade in den ersten Wochen des Schuljahres verstärkt Messungen in der Nähe von Schulen und Kindergärten durchführen werde. „Fahren Sie also im eigenen Interesse, besonders aber in dem der Kinder langsam und umsichtig“, so Desombre. Monschaus stellvertretender Bürgermeister Georg Kaulen ermunterte die Kinder: „Ihr müsst die schönen gelben Kragen natürlich nun auch jeden Morgen anziehen, damit ihr gesehen werdet, ganz besonders dann, wenn es bald morgens später hell wird“, blickte Kaulen auf die dunklen Jahreszeiten voraus.

Das beherzigten die 34 Erstklässler sogleich, nachdem Otto Stollenwerk, Sparkasse-Geschäftsstellenleiter Andreas Rosenwick und Schulleiterin Marion Wernerus mit ihrer Kollegin Astrid Schrouff die Kragen verteilt hatten, und werden auch nächste Woche vor und nach der Schule überall zu sehen sein – mit Sicherheit!

Quelle: Aachener Zeitung; hes


Leuchtende Banner mahnen: Schule hat begonnen!

Simmerath. „Brems dich! Schule hat begonnen!“ heißt es ab der kommenden Woche wieder, denn dann sind die Sommerferien zu Ende und viele Kinder machen sich auf den Schulweg. Damit sie auch heil ankommen, widmet sich die Verkehrswacht Monschau ihrer Sicherheit im Straßenverkehr. Mit verschiedenen Aktionen macht der Verein besonders auf die Schulanfänger aufmerksam und mahnen die Erwachsenen zur Vorsicht. Mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehren und der Bauhöfe werden an den Ortseingängen große, leuchtend gelbe Banner aufgehangen, in Kommunen werden Plakate geklebt, und an die neuen Erstklässler werden gelbe Kragen verteilt, damit sie gut sichtbar sind. Außerdem gibt es eine mobile Verkehrsschule, die den Kindern die Regeln im Straßenverkehr erklärt.

„Über 28 600 Kinder sind im Jahr 2014 im Straßenverkehr verunglückt, 71 davon tödlich. Diese erschreckenden Zahlen kennt kaum jemand“, erklärte Otto Stollenwerk, Vorsitzender der Verkehrswacht, jetzt in der Simmerather Grundschule, als das Banner vorgestellt wurde, das bald den Ortseingang schmücken wird.

„Kinder sehen es anders“

Neben Kindern, Eltern und Lehrerinnen nahmen auch Vertreter der Städteregion, Polizei, Sparkasse und Politik an der Veranstaltung teil, um zu zeigen, wie wichtig der Schutz von Kindern im Straßenverkehr ist.

Neben Gummibärchen erhielten die „I-Dötzchen“ auch blaue Kappen mit der Aufschrift „Kinder sehen es anders“. Sie seien besonders gefährdet, da sie Gefahrensituationen noch nicht richtig beurteilen könnten, so Stollenwerk. Außerdem würden Autofahrer die Reaktionen der Kinder falsch einschätzen. Er appellierte: „In den kommenden Wochen müssen Autofahrer besonders vorsichtig sein.“

Stefan Kämmerling, Mitglied des Landtags, konnte sich dem nur anschließen: „Die I-Dötzchen im Straßenverkehr sind eine besondere Situation für alle, aber die Erwachsenen müssen sich daran anpassen.“

Genau wie Bernd Goffart, stellvertretender Bürgermeister von Simmerath, lobte er die Arbeit der Verkehrswacht außerordentlich: „Man kann nicht hoch genug loben, was die Verkehrswacht und Otto Stollenwerk in den letzten Jahrzehnten geleistet haben.“

Kein Handzeichen geben

In den kommenden Wochen wird die Polizei insbesondere vor Schulen verstärkt Kontrollen durchführen. Dabei achtet sie nicht nur auf die Geschwindigkeit der Fahrzeuge, sondern zum Beispiel auch darauf, ob alle Insassen angeschnallt sind. Die Eltern ermahnte Stollenwerk, sich korrekt zu verhalten. In der Vergangenheit hätten diese Kontrollen gezeigt, dass gerade sie oft zu schnell unterwegs sind.

Zum Schluss hatte Stollenwerk, für den die Verkehrswacht sein Lebenswerk ist, noch einige Tipps für Autofahrer und Eltern parat. Die Kinder würden lernen, erst die Straße zu überqueren, wenn das Auto steht, deshalb solle man nicht nur langsamer werden, sondern wirklich anhalten. „Geben sie den Kindern keine Handzeichen. Das kann dazu führen, dass sie losrennen und nicht mehr auf den Gegenverkehr achten“, so Stollenwerk. Außerdem sollten sich Erwachsene auch als Fußgänger vorschriftsmäßig verhalten, damit sie ein gutes Vorbild für die Kinder sind.

Den Eltern riet er: „Üben sie den Schulweg mit ihren Kindern. Je besser sie ihn kennen, desto sicherer werden sie. Und treiben sie sie nicht zur Eile an, dann passieren die meisten Unfälle.“(aj)

„Über 28 600 Kinder sind im Straßenverkehr 2014 verunglückt, 71 davon tödlich. Diese erschreckenden Zahlen kennt kaum jemand.“

Otto Stollenwerk, Verkehrswacht

Quelle: Aachener Zeitung