Gelb, reflektierend und unübersehbar

Imgenbroich/Nordeifel. Sie sind gelb, reflektierend und unübersehbar: die Sicherheitskragen für die Schulneulinge, die die Verkehrswacht Monschau jedes Jahr pünktlich zum Schulstart in den Grundschulen der Nordeifel verteilt. 300 Schulanfänger aus den Kommunen Monschau, Roetgen und Simmerath erhalten zu Beginn des Schuljahres 2016/17 diese Sicherheitsausstattung. Stellvertretend für alle Erstklässler wurden am Freitag die Sicherheitskragen an die 34 Erstklässler der Gemeinschaftsgrundschule Imgenbroich-Konzen verschenkt.

Die Verkehrswacht Monschau übergab gemeinsam mit Vertretern der Polizei, der Sparkasse Aachen als Sponsor, der Stadt Monschau und der Städteregion Aachen die Willkommensgeschenke für die I-Dötze.

Appell an Autofahrer

Otto Stollenwerk, Vorsitzender der Verkehrswacht Monschau, wies im Beisein einiger Eltern darauf hin, dass die gelben Sicherheitskragen eine Aufforderung an alle Verkehrsteilnehmer zu mehr Sicherheitsbewusstsein bedeuten. Schulanfänger seien im Straßenverkehr in besonderem Maße gefährdet, „da sie die Gefahren noch nicht richtig einschätzen können“. Stollenwerk nannte aktuelle Zahlen, die dies belegen. So seien bundesweit im Jahr 2014 insgesamt 28 600 Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr zu Schaden gekommen. In 71 Fällen habe es tödliche Unfälle gegeben.

Der Verkehrswacht-Vorsitzende, für den es wegen seiner angekündigten Amtsaufgabe wohl die letzte Übergabe an die Schulneulinge war, appellierte daher an die Autofahrer, mit Beginn der Schulzeit insbesondere in den Ortslagen vorsichtig zu fahren. Mit den gelben Sicherheitskragen, den Spannbändern „Schule hat begonnen“ und der mobilen Jugendverkehrsschule leiste die Verkehrswacht Monschau einen wesentlichen Beitrag zur mehr Sicherheit. Otto Stollenwerk gab den Eltern den Tipp, mit den Schulneulingen den Schulweg einzuüben.

Verstärkt Messungen

Mario Desombre vom Dezernat für (Verkehrs-) Sicherheit bei der Städteregion kündigte an, dass seine Behörde gerade in den ersten Wochen des Schuljahres verstärkt Messungen in der Nähe von Schulen und Kindergärten durchführen werde. „Fahren Sie also im eigenen Interesse, besonders aber in dem der Kinder langsam und umsichtig“, so Desombre. Monschaus stellvertretender Bürgermeister Georg Kaulen ermunterte die Kinder: „Ihr müsst die schönen gelben Kragen natürlich nun auch jeden Morgen anziehen, damit ihr gesehen werdet, ganz besonders dann, wenn es bald morgens später hell wird“, blickte Kaulen auf die dunklen Jahreszeiten voraus.

Das beherzigten die 34 Erstklässler sogleich, nachdem Otto Stollenwerk, Sparkasse-Geschäftsstellenleiter Andreas Rosenwick und Schulleiterin Marion Wernerus mit ihrer Kollegin Astrid Schrouff die Kragen verteilt hatten, und werden auch nächste Woche vor und nach der Schule überall zu sehen sein – mit Sicherheit!

Quelle: Aachener Zeitung; hes


Leuchtende Banner mahnen: Schule hat begonnen!

Simmerath. „Brems dich! Schule hat begonnen!“ heißt es ab der kommenden Woche wieder, denn dann sind die Sommerferien zu Ende und viele Kinder machen sich auf den Schulweg. Damit sie auch heil ankommen, widmet sich die Verkehrswacht Monschau ihrer Sicherheit im Straßenverkehr. Mit verschiedenen Aktionen macht der Verein besonders auf die Schulanfänger aufmerksam und mahnen die Erwachsenen zur Vorsicht. Mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehren und der Bauhöfe werden an den Ortseingängen große, leuchtend gelbe Banner aufgehangen, in Kommunen werden Plakate geklebt, und an die neuen Erstklässler werden gelbe Kragen verteilt, damit sie gut sichtbar sind. Außerdem gibt es eine mobile Verkehrsschule, die den Kindern die Regeln im Straßenverkehr erklärt.

„Über 28 600 Kinder sind im Jahr 2014 im Straßenverkehr verunglückt, 71 davon tödlich. Diese erschreckenden Zahlen kennt kaum jemand“, erklärte Otto Stollenwerk, Vorsitzender der Verkehrswacht, jetzt in der Simmerather Grundschule, als das Banner vorgestellt wurde, das bald den Ortseingang schmücken wird.

„Kinder sehen es anders“

Neben Kindern, Eltern und Lehrerinnen nahmen auch Vertreter der Städteregion, Polizei, Sparkasse und Politik an der Veranstaltung teil, um zu zeigen, wie wichtig der Schutz von Kindern im Straßenverkehr ist.

Neben Gummibärchen erhielten die „I-Dötzchen“ auch blaue Kappen mit der Aufschrift „Kinder sehen es anders“. Sie seien besonders gefährdet, da sie Gefahrensituationen noch nicht richtig beurteilen könnten, so Stollenwerk. Außerdem würden Autofahrer die Reaktionen der Kinder falsch einschätzen. Er appellierte: „In den kommenden Wochen müssen Autofahrer besonders vorsichtig sein.“

Stefan Kämmerling, Mitglied des Landtags, konnte sich dem nur anschließen: „Die I-Dötzchen im Straßenverkehr sind eine besondere Situation für alle, aber die Erwachsenen müssen sich daran anpassen.“

Genau wie Bernd Goffart, stellvertretender Bürgermeister von Simmerath, lobte er die Arbeit der Verkehrswacht außerordentlich: „Man kann nicht hoch genug loben, was die Verkehrswacht und Otto Stollenwerk in den letzten Jahrzehnten geleistet haben.“

Kein Handzeichen geben

In den kommenden Wochen wird die Polizei insbesondere vor Schulen verstärkt Kontrollen durchführen. Dabei achtet sie nicht nur auf die Geschwindigkeit der Fahrzeuge, sondern zum Beispiel auch darauf, ob alle Insassen angeschnallt sind. Die Eltern ermahnte Stollenwerk, sich korrekt zu verhalten. In der Vergangenheit hätten diese Kontrollen gezeigt, dass gerade sie oft zu schnell unterwegs sind.

Zum Schluss hatte Stollenwerk, für den die Verkehrswacht sein Lebenswerk ist, noch einige Tipps für Autofahrer und Eltern parat. Die Kinder würden lernen, erst die Straße zu überqueren, wenn das Auto steht, deshalb solle man nicht nur langsamer werden, sondern wirklich anhalten. „Geben sie den Kindern keine Handzeichen. Das kann dazu führen, dass sie losrennen und nicht mehr auf den Gegenverkehr achten“, so Stollenwerk. Außerdem sollten sich Erwachsene auch als Fußgänger vorschriftsmäßig verhalten, damit sie ein gutes Vorbild für die Kinder sind.

Den Eltern riet er: „Üben sie den Schulweg mit ihren Kindern. Je besser sie ihn kennen, desto sicherer werden sie. Und treiben sie sie nicht zur Eile an, dann passieren die meisten Unfälle.“(aj)

„Über 28 600 Kinder sind im Straßenverkehr 2014 verunglückt, 71 davon tödlich. Diese erschreckenden Zahlen kennt kaum jemand.“

Otto Stollenwerk, Verkehrswacht

Quelle: Aachener Zeitung


Sicher in nächste Ferienfreizeit gestartet

Strauch. Die Sommerferien sind seit zwei Wochen im Gange, und da wird es auch langsam Zeit für die nächste Ferienfreizeit in Simmerath. Zum vierten Mal in Folge bietet der Verein Offene Ganztagsschule (OGS) Simmerath als Träger diese Maßnahme an, die in erster Linie für Kinder ist, deren Eltern berufstätig sind. Sie wissen nun für zwei Wochen in den Sommerferien ihren Nachwuchs in guten Händen. 37 Kinder aus dem Gemeindegebiet Simmerath (darunter auch zwei Kinder aus Schmidt) nehmen an der zweiwöchigen Maßnahme, die auch diesmal wieder im Pfarrheim Strauch stattfindet, gegen einen geringen Kostenbeitrag teil. Unter der Leitung von Inez Zimmermann und Karin Abel sorgen sich auch noch fünf weitere Betreuungskräfte darum, dass die Kinder sich wohlfühlen, miteinander spielen und Spaß haben. Von 8 bis 16 Uhr täglich findet die zehntägige Maßnahme statt, und selbstverständlich steht auc h ein Mittagstisch auf dem Programm. Abenteuer Wald, Zumba sowie Ausflüge zum Besucherbergwerk Hellenthal und zum Bubenheimer Spieleland stehen weiterhin auf dem Plan der kommenden Tage.

Wichtig für die Kinder

Zum Auftakt der Ferienfreizeit hatte sich mit der Verkehrswacht Monschau auch gleich ein gern gesehener Besuch angesagt. Der Vorstand, vertreten durch Otto Stollenwerk, Erhard Rüttgers und Hedwig Krause, übergab den Kindern gelbe Warnwesten, damit sie bei ihren anstehenden Unternehmungen im Straßenverkehr gut erkennbar und zusätzlich geschützt sind.

Die 1954 gegründete Verkehrswacht Monschau ist nicht nur für den Altkreis Monschau, sondern auch im Bereich der Verkehrserziehung für Stolberg und den Nordkreis zuständig. Den Besuch bei der Ferienzeit der OGS Simmerath nutzte der Verein auch, um seine nicht ganz leichte aktuelle Situation darzustellen. Die Verkehrswacht Monschau, die mit 422 Mitgliedern fest in der Bevölkerung verankert ist, steht vor einem Umbruch, auch weil der seit Jahrzehnten uneigennützig engagierte erste Vorsitzende Otto Stollenwerk für April 2017 definitiv seinen Rückzug aus der Vorstandsarbeit angekündigt hat. Dann wird es für die Verkehrswacht noch schwieriger ausreichend ehrenamtliche Helfer zu finden, die bereit sind, die Vielzahl der Aufgaben zu übernehmen. Besonders der große Bereich der Verkehrserziehung an den Grundschulen in der StädteRegion dürfte auf der Kippe stehen. „Die Aufgaben sind in dieser Fülle kaum noch zu bewältigen“, betont der 2. Vor sitzende Erhard Rüttgers. Die Kommunen seien bereits vor geraumer Zeit über diese Situation informiert worden, „aber es läuft sehr schleppend“, stellt Rüttgers fest. Er könnte sich vorstellen, dass eine kommunale Trägerschaft einen Teil der Aufgaben der Verkehrswacht übernimmt. Ansonsten sehe er die Gefahr, dass die Verkehrswacht Monschau nicht mehr handlungsfähig sei. Dies würde dann auch den Wegfall der Verkehrserziehung an den Grundschulen ab dem 1. Schuljahr bis zur Fahrradprüfung bedeuten. Die Landverkehrswacht hat seinerzeit diese Aufgabe auf die örtlichen Vereine übertragen. Nachdem die Verkehrswacht Monschau auch ursprünglich für die Kommunen Monschau, Roetgen und Simmerath zuständig war, kam später noch Stolberg sowie auf freiwilliger Basis auch Schulen im Nordkreis hinzu. Dies bedeutet, dass die in zwei Lkw untergebrachten Materialien, von Kinderfahrrädern bis Verkehrszeichen, permanent und pünktlich zu den Schulen geschafft werden müssen.

Vorsitzender Otto Stollenwerk erinnert zudem daran, dass auf Initiative der Verkehrswacht seit 1997 mit der Einführung des Disco-Busses eine weitere Aufgabe hinzugekommen sei, deren Hauptsponsor die Verkehrswacht sei. Dank dieses Projektes seien bis heute rund 50 000 Jugendliche sicher befördert worden.

Mit einem Schreiben an die betroffenen Kommunen sowie die beiden zuständigen Landtagsabgeordneten hofft der Vorstand der Verkehrswacht Monschau nun, die problembehaftete Situation so ergiebig dargestellt zu haben, dass bei der anstehenden Gesprächsrunde Anfang September ein Lösungsvorschlag auf den Tisch kommt.

Quelle: Aachener Zeitung; (P. St.)


Fahrzeugsegnung in Steckenborn

Steckenborn. Zur Fahrzeugsegnung in Steckenborn waren viele gekommen: ein Trecker mit Planwagen, vier Wagen der Feuerwehr, eine Zugmaschine der Transportfirma Herrmanns & Kreutz aus Kalterherberg und zahlreiche Pkw. Sie fuhren „Auf der Höhe“ an der Kirche an Pastor Michael Stoffels vorbei, um den Segen Gottes zu erhalten. In seiner Predigt bei der vorausgegangenen heiligen Messe erwähnte Pastor Stoffels die große Zahl der im Straßenverkehr tödlich Verunglückten. Rücksichtnahme und ein gutes Miteinander im Straßenverkehr seien deshalb ganz wichtig.


Abschied im nächsten Jahr

Steckenborn. Zur Mitgliederversammlung der Verkehrswacht Monschau, zuständig für Monschau, Simmerath, Roetgen, Stolberg und Eschweiler, konnte der Vorsitzende Otto Stollenwerk im Vereinslokal Stollenwerk 21 Mitglieder und Gregor Harzheim als Vertreter des Simmerather Gemeinderates begrüßen.

Über 1000 Arbeitsstunden

Stollenwerk hob hervor, dass auch im Jahr 2015 erfolgreiche Arbeit geleistet wurde. Firmen und Privatpersonen, die Städteregion und die Kommunen hätten die Verkehrswacht dabei finanziell unterstützt. „Viele freiwillige Helfer haben über 1000 Arbeitsstunden für die Verkehrswacht geleistet“, sagte der Vorsitzende. Allein beim Wirtschaftstag in Imgenbroich im September waren 20 Helferinnen und Helfer zur Stelle, wobei alleine der Gurtschlitten von 90 Personen ausprobiert wurde.

In Ihrem Geschäftsbericht ging auch Schriftführerin Hedwig Krause auf die zahlreichen Aktivitäten der Verkehrswacht im Jahr 2015 ein. Mit Gurtschlitten und Kindersitzen zeigte sich die Verkehrswacht auch beim Kraremanns Tag in Simmerath. Vor Schuljahresbeginn wurden mit den Feuerwehren und Helfern die Spannbänder „Brems Dich – Schule hat begonnen“ in den Dörfern aufgehängt.

Die Übergabe der Sicherheitskragen an die Schulneulinge fand diesmal an der GGS Lammersdorf statt. Warnwesten für die Kitas im Raum Roetgen wurden im September übergeben. Die Verkehrswacht unterstützte finanziell die Aktion in Roetgen „Blaue Bordsteine und gelbe Männchen“.

Weiter gab sie einen Zuschuss für drei Mofas für die Förderschule Eicherscheid.

Der Besuch von Fortbildungen und die Teilnahme an Veranstaltungen in Elsenborn gehörten ebenfalls zur Arbeit im Jahr 2015.

Im November 2015 begann die Verkehrswacht, mit den Flüchtlingen in Monschau auf der Haag das Verhalten im Straßenverkehr zu trainieren: Dr. Karl Reiter, Erhard Rüttgers, Otto Stollenwerk und einige Helfer führten diese Aktion durch, die im Jahr 2016 fortgesetzt wird. Pünktlich zur Mitgliederversammlung wurde die Homepage der Verkehrswacht neu eingerichtet. 421 Mitglieder zählt die Verkehrswacht. Dass der Verein finanziell gut aufgestellt ist, zeigte der Kassenbericht. Die Kassenprüfer Hermann-Josef Claahsen und Rebekka Braun hatten keinerlei Beanstandungen.

Bei den Teilwahlen im Vorstand wurde Erhard Rüttgers zum zweiten Vorsitzenden gewählt und als Beisitzer: Dieter Seidel, Bettina Najib, Matthias Kessel und Julian März. Als neue Kassenprüferin wurde Anke Babst gewählt, da Rebekka Braun nicht mehr für das Amt zur Verfügung steht. Da es immer schwieriger wird, einen Kassenführer zu finden, hat die Hauptarbeit der Kassenführung inzwischen ein Steuerberater übernommen. Hedwig Krause erledigt kommissarisch die übrigen Kassenarbeiten.

Zum Abschluss der Versammlung teilte der Vorsitzende Otto Stollenwerk mit, dass er nach reiflicher Überlegung und aus Altersgründen im nächsten Jahr nicht mehr zur Verfügung stehe. Die betroffenen Kommunen, die Städteregion und die Landesverkehrswacht in Düsseldorf sind darüber informiert.

Quelle: Aachener Zeitung


Verkehrserziehung von Anfang an: Bobby-Cars kurven in den Eifeler Kindertagesstätten

Das Bobby-Car gilt als unverwüstliches Spielzeug. Den Belastungstest erfahren die kleinen roten Flitzer demnächst auch in den Kindertagesstätten der Nordeifel. Die Sparkasse Aachen stellt derzeit gemeinsam mit der Verkehrswacht in der Städteregion Aachen insgesamt 825 Bobby-Cars für 275 Kindertagesstätten zur Verfügung. Damit möchte sie die Verkehrsfrüherziehung und die motorischen Fähigkeiten der Kinder fördern. Auch in Monschau schritt die Sparkasse zur Tat, als im Klostersaal des Geldinstitutes den Vertretern von 27 Kindergärten und Kindertagesstätten aus Monschau, Roetgen und Simmerath insgesamt 81 Bobby-Cars gemeinsam mit der Verkehrswacht überreicht wurden. „Der Kindergarten spielt eine elementare Rolle bei der Vorbereitung der Kinder auf den Straßenverkehr. So sollen besonders die Wahrnehmungs-, Bewegungs- und Reaktionsfähigkeit gefördert werden“, meinte Otto Stollenwerk , Vorsitzender der Verkehrswacht Monschau, zum Hintergrund des gemeinsamen Engagements. Finanziert wird die Aktion aus den Mitteln der sparkasseneigenen Lotterie „PS-Sparen und Gewinnen“. „Wir möchten den Einrichtungen in der Region etwas Gutes tun und gleichzeitig einen Beitrag leisten, damit die Kinder Freude an der Bewegung haben. Abgesehen vom Spaßfaktor sind die wendigen Fahrzeuge auch optimale Trainingsgeräte für die Motorik“, ergänzte Andreas Kreitz, Direktor Privat- und Geschäftskunden Aachen-Süd/Eifel der Sparkasse Aachen bei der Übergabe.

 

Quelle: Aachener Zeitung; Foto: P. Stollenwerk


Überqueren der Straße im Foyer geübt

Monschau. Langeweile kam in der Flüchtlingsunterkunft Auf der Haag in Monschau garantiert nicht auf. Am Vormittag war doch nicht nur die Verkehrswacht Monschau, sondern auch Fahrlehrer Dr. Karl Reiter zu Gast. Ihr Ziel: Den Kindern und Erwachsenen das richtige Verhalten im Straßenverkehr beibringen.

Bereits bevor es richtig mit dem Sicherheitstraining losging waren die kleinen Teilnehmer vollends begeistert. Fleißig halfen sie beim Aufbau des Hütchen-Parcours und streiften sich mit strahlenden Augen die gelben Warnwesten über.

Sehen und gesehen werden

Bereits im November hatte ein Training im Foyer der ehemaligen Hauptschule stattgefunden (wir berichteten). An diesem Vormittag konnten einige Übungen noch weiter vertieft werden. So beispielsweise das Überqueren einer Straße. „Links-rechts-Links muss geschaut werden“, machte Dr. Karl Reiter anhand von Gesten deutlich. Einige Dolmetscher halfen bei der Übersetzung.

„Es ist wichtig, dass die Kinder und ihre Eltern lernen, wie man sicher über die Straße kommt. Dabei geht es um Sehen und Gesehen werden“, so der Fahrlehrer. Nicht nur er war mit den Ergebnissen seiner kleinen und großen Schützlinge, die den Parcours gleich mehrmals hintereinander bestritten, mehr als zufrieden. Auch Dieter Seidel, Erich Polis und Erhard Rüttgers von der Verkehrswacht Monschau machte die Lehrstunde sichtlich Spaß.

Einziger Wermutstropfen: „Beim letzten Mal hatten wir dank eines Sponsors genügend gelbe Warnwesten. Bei diesem Mal wurde es schon knapp“, meinte Seidel, der auf Spenden hofft. Schließlich soll es nicht die letzte Stunde gewesen sein. (se)

Quelle: Aachener Zeitung; von: se


Integration auch im Straßenverkehr

Monschau. Zurzeit sind 333 Flüchtlinge in Monschau in der ehemaligen Hauptschule untergebracht. Zu den vielen Anstrengungen, ihnen bei der Eingewöhnung zu helfen, gehört nun auch eine Aktion der Verkehrswacht Monschau, die ihnen das richtige Verhalten im Straßenverkehr zeigen soll.

Jede Abwechslung ist willkommen

Hermann Mertens, der als Vertreter der Bürgermeisterin am Mittwoch zur Unterkunft auf der Haag gekommen war, bedankte sich bei den Vertretern der Verkehrswacht: „Wir sind von mehreren Seiten darauf aufmerksam gemacht worden, dass es wirklich nötig ist, unseren Schützlingen wichtige Hinweise für das Verhalten im Straßenverkehr zu geben. Die Stadt Monschau freut sich sehr, dass die Verkehrswacht diese Aufgabe in die Hand nimmt.“

Leider spielte das Wetter nicht mit, deshalb brachten die Mitarbeiter der Verkehrswacht einige Utensilien in die Aula. „Wir sind nicht nur dazu da, bei schönem Wetter Transparente aufzuhängen“, meinte Otto Stollenwerk, der Vorsitzende der Verkehrswacht Monschau. Und sogleich waren die Gäste in der Aula umringt von Kindern und Erwachsenen. „Jede Abwechslung ist willkommen“, sagte Marianne Bothen-Frehr von der Bezirksregierung, „wir glauben, dass Ihre Aktion ein sinnvoller Beitrag ist, um auch in diesem Bereich Integration zu üben.“

Sinnvolle Unterweisungen

Dr. Karl Reiter, dessen Fachgebiet viele Jahre die Verkehrssicherheit war und der Lehrer in Verkehrserziehung ausgebildet hat, wollte hier mit einfachen, aber einprägsamen Beispielen den Kindern (zwischen vier und 14 Jahren) zeigen, wie man eine Straße richtig überquert.

Als nächste Schwierigkeitsstufe wurde ein parkendes Fahrzeug simuliert, das die Sicht erschwerte. Freudig griffen die Kinder nach den gelben Kragen, Dolmetscher bemühten sich, den wissbegierigen jungen Menschen aus vielen Nationen die Übung zu erklären. Cafer Hekim, der Einrichtungsleiter, gab zu bedenken, dass die meisten Kinder natürlich Autos kennen, jedoch sei in ihren Herkunftsländern oft ein anderes Verkehrsverhalten üblich: „Die Autofahrer hupen viel.“

Es wurde ein turbulenter, jedoch sehr gerne angenommener Verkehrsunterricht. Marianne Bothen-Frehr würde es begrüßen, wenn die Verkehrswacht öfter käme, um solch sinnvolle Unterweisungen zu geben.

Vonseiten der Monschauer Grünen wurden 200 der knallgelben Kragen gestiftet. Sie sollen auch Erwachsenen, besonders den Fahrradfahrern zur Verfügung gestellt werden.

Quelle: Aachener Zeitung, von: ale


Udo Scholten verabschiedet

17 Jahre lang war er engagiert und ehrenamtlich für die Verkehrswacht Monschau aktiv – am Donnerstag nun wurde Udo Scholten, den in der Eifel jedes Kind als Verkehrserzieher in Polizeiuniform kennt, feierlich verabschiedet.

Der Polizeibeamte, der in den verdienten Ruhestand geht, möchte sich jetzt vermehrt seiner Familie widmen, ist diese doch in den letzten Jahren aufgrund seiner Tätigkeiten im Polizeidienst und den umfangreichen Verpflichtungen im Ehrenamt zu kurz gekommen.

„Lieber Udo, dass Du Dich jetzt Deiner Familie widmest, dafür haben wir vollstes Verständnis und das freut uns von Herzen“, sagte Otto Stollenwerk, Vorsitzender der Verkehrswacht. Bei aller Freude über den neuen Lebensabschnitt aber bedauere man bei der Verkehrswacht, deren zweiter Vorsitzender Udo Scholten seit 2010 war, seine Verabschiedung.

Im Namen des gesamten Vorstandes der Verkehrswacht Monschau und auch persönlich dankte Stollenwerk „für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, für Deinen beispielhaften Einsatz und für alle Leistungen in den zurückliegenden Jahren“. Für die Zukunft wünschte der Vorsitzende seinem Stellvertreter „Glück und Zufriedenheit, aber vor allem noch viele Jahre bei guter Gesundheit“.

Verkehrsfachberater

Udo Scholten war ein Mann, der neben seiner Arbeit als Polizeibeamter viel Engagement für die Verkehrswacht aufgebracht hat, wie Otto Stollenwerk herausstellte: „Seine Entscheidungen als Verkehrsfachberater traf er stets abgewogen und mit Bedacht, geschätzt wurde er für seine Besonnenheit und stets ruhig Art. In der Umsetzung seiner Aufgaben handelte er gewissenhaft und präzise.

Die Mitglieder und der Vorstand konnten sich auf ihren Verkehrssicherheitsberater immer verlassen.“ Scholten habe das Ehrenamt mit Engagement und Freude ausgefüllt, schloss Stollenwerk und fügte an: „Und das ist etwas, das in der heutigen Zeit, wo es die Vereine nicht einfach haben, keine Selbstverständlichkeit mehr ist.“

 

Quelle: Aachener Zeitung; von: peo


Gelbe Westen schützen bei Dunkelheit

Roetgen. Über Geschenke und Besuch freuten sich jetzt die Kinder und das Team der integrativen AWO-Kindertagesstätte „Lummerland“ in Roetgen, Hauptstraße.

Bürgermeister Manfred Eis, Hans-Josef Hilsenbeck (stellvertretender Städteregionsrat), Otto Stollenwerk (erster Vorsitzender der Verkehrswacht Monschau) sowie Abordnungen der sechs in Roetgen und Rott ansässigen Kindergärten mit ihren Leiterinnen und einem Leiter fanden sich gemeinsam ein. „Was soll das heute werden?“, fragte ein kleines Mädchen in die Runde, denn sie hatten sofort Verkehrs-Sicherheitsberater Udo Scholten, bepackt mit einer großen Kiste, ausfindig gemacht. Der allseits beliebte Polizeibeamte schritt flugs zur Tat, nachdem zuvor „Lummerland“-Leiterin Zorica Mohr die Gäste herzlich begrüßt hatte. „Ihr seid sicher alle gespannt“, fragte sie in Richtung Kinder. Für Spannung sorgte postwendend Udo Scholten. „Otto Stollenwerk und ich sind gekommen, um Euch heute 50 Warnwesten auszuhändigen“, ließ der Verhehrssicherheitsberater wissen. Die grellgelben Westen sind selbst in der nun nahenden dunklen Jahreszeit nicht zu übersehen. „Mit dieser Leuchtfarbe werdet Ihr gut gesehen, wenn Ihr die Straße überquert und auch sonst wo unterwegs seid.“ Den Kindern erklärte er, dass die Autofahrer leider selten Zeit hätten, und rasch ans Ziel müssten. „Diese Westen sollen Euch schützen“, erläuterte Scholten.

Vorbild für Erwachsene

Diese Aktion sei bereits in Monschau und Simmerath gelaufen, heute nun schreite man in Roetgen zur Tat. „Wir haben noch einmal zugeschlagen“, sagte Scholten. Auf den Taschen, in denen sich die gelben Westen befanden, war auf der Vorderseite die Aufschrift nicht zu übersehen: „Achtung Kinder! Erwachsene sind wieder unterwegs!“ Jeder Kindergarten erhielt acht Warnwesten.

„Toll, dass Ihr nun diese Westen tragen könnt“, freute sich Bürgermeister Manfred Eis. Damit würden die Autofahrer angehalten, mehr Rücksicht auf Kinder zu nehmen. „Ihr seid ein Vorbild für die Erwachsenen, ich kann der Verkehrswacht nur herzlich für ihr Engagement danken“, so Eis.

Dieser Einschätzung schloss sich Hans-Josef Hilsenbeck gerne an. Die „Lummerland“-Kids bedankten sich auf ihre Art mit einem Gedicht und einem schönen selbstgemalten Bild, das sie Udo Scholten zum Geschenk machten. Der ließ kurz durchblicken, dass er ab dem kommenden Jahr 2016 nicht mehr Polizist sein werde. „Aber ich mache dann etwas anderes“, versprach er. Vorsitzender Otto Stollenwerk ließ nicht unerwähnt, dass viele Menschen die Gefahr des „Zu-spät-Gesehen-Werdens“ unterschätzen würden. Um diesem Manko vorzubeugen, verteile die Verkehrswacht Monschau an Schulanfänger Sicherheitskragen und an die Kindergärten Warnwesten, „und zwar kostenlos“, so der Verkehrswacht-Vorsitzende.

Sein Appell an die Erzieherinnen und Erzieher: „Wenn Sie mit den Kindern den Kindergarten verlassen, um vielleicht zum Spielplatz zu gehen oder in den Wald, dann ziehen sie bitte den Kids diese Warnwesten an.“

Quelle: Aachener Zeitung, von: Günther Sander