Gelb, reflektierend und unübersehbar

Imgenbroich/Nordeifel. Sie sind gelb, reflektierend und unübersehbar: die Sicherheitskragen für die Schulneulinge, die die Verkehrswacht Monschau jedes Jahr pünktlich zum Schulstart in den Grundschulen der Nordeifel verteilt. 300 Schulanfänger aus den Kommunen Monschau, Roetgen und Simmerath erhalten zu Beginn des Schuljahres 2016/17 diese Sicherheitsausstattung. Stellvertretend für alle Erstklässler wurden am Freitag die Sicherheitskragen an die 34 Erstklässler der Gemeinschaftsgrundschule Imgenbroich-Konzen verschenkt.

Die Verkehrswacht Monschau übergab gemeinsam mit Vertretern der Polizei, der Sparkasse Aachen als Sponsor, der Stadt Monschau und der Städteregion Aachen die Willkommensgeschenke für die I-Dötze.

Appell an Autofahrer

Otto Stollenwerk, Vorsitzender der Verkehrswacht Monschau, wies im Beisein einiger Eltern darauf hin, dass die gelben Sicherheitskragen eine Aufforderung an alle Verkehrsteilnehmer zu mehr Sicherheitsbewusstsein bedeuten. Schulanfänger seien im Straßenverkehr in besonderem Maße gefährdet, „da sie die Gefahren noch nicht richtig einschätzen können“. Stollenwerk nannte aktuelle Zahlen, die dies belegen. So seien bundesweit im Jahr 2014 insgesamt 28 600 Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr zu Schaden gekommen. In 71 Fällen habe es tödliche Unfälle gegeben.

Der Verkehrswacht-Vorsitzende, für den es wegen seiner angekündigten Amtsaufgabe wohl die letzte Übergabe an die Schulneulinge war, appellierte daher an die Autofahrer, mit Beginn der Schulzeit insbesondere in den Ortslagen vorsichtig zu fahren. Mit den gelben Sicherheitskragen, den Spannbändern „Schule hat begonnen“ und der mobilen Jugendverkehrsschule leiste die Verkehrswacht Monschau einen wesentlichen Beitrag zur mehr Sicherheit. Otto Stollenwerk gab den Eltern den Tipp, mit den Schulneulingen den Schulweg einzuüben.

Verstärkt Messungen

Mario Desombre vom Dezernat für (Verkehrs-) Sicherheit bei der Städteregion kündigte an, dass seine Behörde gerade in den ersten Wochen des Schuljahres verstärkt Messungen in der Nähe von Schulen und Kindergärten durchführen werde. „Fahren Sie also im eigenen Interesse, besonders aber in dem der Kinder langsam und umsichtig“, so Desombre. Monschaus stellvertretender Bürgermeister Georg Kaulen ermunterte die Kinder: „Ihr müsst die schönen gelben Kragen natürlich nun auch jeden Morgen anziehen, damit ihr gesehen werdet, ganz besonders dann, wenn es bald morgens später hell wird“, blickte Kaulen auf die dunklen Jahreszeiten voraus.

Das beherzigten die 34 Erstklässler sogleich, nachdem Otto Stollenwerk, Sparkasse-Geschäftsstellenleiter Andreas Rosenwick und Schulleiterin Marion Wernerus mit ihrer Kollegin Astrid Schrouff die Kragen verteilt hatten, und werden auch nächste Woche vor und nach der Schule überall zu sehen sein – mit Sicherheit!

Quelle: Aachener Zeitung; hes


Leuchtende Banner mahnen: Schule hat begonnen!

Simmerath. „Brems dich! Schule hat begonnen!“ heißt es ab der kommenden Woche wieder, denn dann sind die Sommerferien zu Ende und viele Kinder machen sich auf den Schulweg. Damit sie auch heil ankommen, widmet sich die Verkehrswacht Monschau ihrer Sicherheit im Straßenverkehr. Mit verschiedenen Aktionen macht der Verein besonders auf die Schulanfänger aufmerksam und mahnen die Erwachsenen zur Vorsicht. Mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehren und der Bauhöfe werden an den Ortseingängen große, leuchtend gelbe Banner aufgehangen, in Kommunen werden Plakate geklebt, und an die neuen Erstklässler werden gelbe Kragen verteilt, damit sie gut sichtbar sind. Außerdem gibt es eine mobile Verkehrsschule, die den Kindern die Regeln im Straßenverkehr erklärt.

„Über 28 600 Kinder sind im Jahr 2014 im Straßenverkehr verunglückt, 71 davon tödlich. Diese erschreckenden Zahlen kennt kaum jemand“, erklärte Otto Stollenwerk, Vorsitzender der Verkehrswacht, jetzt in der Simmerather Grundschule, als das Banner vorgestellt wurde, das bald den Ortseingang schmücken wird.

„Kinder sehen es anders“

Neben Kindern, Eltern und Lehrerinnen nahmen auch Vertreter der Städteregion, Polizei, Sparkasse und Politik an der Veranstaltung teil, um zu zeigen, wie wichtig der Schutz von Kindern im Straßenverkehr ist.

Neben Gummibärchen erhielten die „I-Dötzchen“ auch blaue Kappen mit der Aufschrift „Kinder sehen es anders“. Sie seien besonders gefährdet, da sie Gefahrensituationen noch nicht richtig beurteilen könnten, so Stollenwerk. Außerdem würden Autofahrer die Reaktionen der Kinder falsch einschätzen. Er appellierte: „In den kommenden Wochen müssen Autofahrer besonders vorsichtig sein.“

Stefan Kämmerling, Mitglied des Landtags, konnte sich dem nur anschließen: „Die I-Dötzchen im Straßenverkehr sind eine besondere Situation für alle, aber die Erwachsenen müssen sich daran anpassen.“

Genau wie Bernd Goffart, stellvertretender Bürgermeister von Simmerath, lobte er die Arbeit der Verkehrswacht außerordentlich: „Man kann nicht hoch genug loben, was die Verkehrswacht und Otto Stollenwerk in den letzten Jahrzehnten geleistet haben.“

Kein Handzeichen geben

In den kommenden Wochen wird die Polizei insbesondere vor Schulen verstärkt Kontrollen durchführen. Dabei achtet sie nicht nur auf die Geschwindigkeit der Fahrzeuge, sondern zum Beispiel auch darauf, ob alle Insassen angeschnallt sind. Die Eltern ermahnte Stollenwerk, sich korrekt zu verhalten. In der Vergangenheit hätten diese Kontrollen gezeigt, dass gerade sie oft zu schnell unterwegs sind.

Zum Schluss hatte Stollenwerk, für den die Verkehrswacht sein Lebenswerk ist, noch einige Tipps für Autofahrer und Eltern parat. Die Kinder würden lernen, erst die Straße zu überqueren, wenn das Auto steht, deshalb solle man nicht nur langsamer werden, sondern wirklich anhalten. „Geben sie den Kindern keine Handzeichen. Das kann dazu führen, dass sie losrennen und nicht mehr auf den Gegenverkehr achten“, so Stollenwerk. Außerdem sollten sich Erwachsene auch als Fußgänger vorschriftsmäßig verhalten, damit sie ein gutes Vorbild für die Kinder sind.

Den Eltern riet er: „Üben sie den Schulweg mit ihren Kindern. Je besser sie ihn kennen, desto sicherer werden sie. Und treiben sie sie nicht zur Eile an, dann passieren die meisten Unfälle.“(aj)

„Über 28 600 Kinder sind im Straßenverkehr 2014 verunglückt, 71 davon tödlich. Diese erschreckenden Zahlen kennt kaum jemand.“

Otto Stollenwerk, Verkehrswacht

Quelle: Aachener Zeitung


Sicher in nächste Ferienfreizeit gestartet

Strauch. Die Sommerferien sind seit zwei Wochen im Gange, und da wird es auch langsam Zeit für die nächste Ferienfreizeit in Simmerath. Zum vierten Mal in Folge bietet der Verein Offene Ganztagsschule (OGS) Simmerath als Träger diese Maßnahme an, die in erster Linie für Kinder ist, deren Eltern berufstätig sind. Sie wissen nun für zwei Wochen in den Sommerferien ihren Nachwuchs in guten Händen. 37 Kinder aus dem Gemeindegebiet Simmerath (darunter auch zwei Kinder aus Schmidt) nehmen an der zweiwöchigen Maßnahme, die auch diesmal wieder im Pfarrheim Strauch stattfindet, gegen einen geringen Kostenbeitrag teil. Unter der Leitung von Inez Zimmermann und Karin Abel sorgen sich auch noch fünf weitere Betreuungskräfte darum, dass die Kinder sich wohlfühlen, miteinander spielen und Spaß haben. Von 8 bis 16 Uhr täglich findet die zehntägige Maßnahme statt, und selbstverständlich steht auc h ein Mittagstisch auf dem Programm. Abenteuer Wald, Zumba sowie Ausflüge zum Besucherbergwerk Hellenthal und zum Bubenheimer Spieleland stehen weiterhin auf dem Plan der kommenden Tage.

Wichtig für die Kinder

Zum Auftakt der Ferienfreizeit hatte sich mit der Verkehrswacht Monschau auch gleich ein gern gesehener Besuch angesagt. Der Vorstand, vertreten durch Otto Stollenwerk, Erhard Rüttgers und Hedwig Krause, übergab den Kindern gelbe Warnwesten, damit sie bei ihren anstehenden Unternehmungen im Straßenverkehr gut erkennbar und zusätzlich geschützt sind.

Die 1954 gegründete Verkehrswacht Monschau ist nicht nur für den Altkreis Monschau, sondern auch im Bereich der Verkehrserziehung für Stolberg und den Nordkreis zuständig. Den Besuch bei der Ferienzeit der OGS Simmerath nutzte der Verein auch, um seine nicht ganz leichte aktuelle Situation darzustellen. Die Verkehrswacht Monschau, die mit 422 Mitgliedern fest in der Bevölkerung verankert ist, steht vor einem Umbruch, auch weil der seit Jahrzehnten uneigennützig engagierte erste Vorsitzende Otto Stollenwerk für April 2017 definitiv seinen Rückzug aus der Vorstandsarbeit angekündigt hat. Dann wird es für die Verkehrswacht noch schwieriger ausreichend ehrenamtliche Helfer zu finden, die bereit sind, die Vielzahl der Aufgaben zu übernehmen. Besonders der große Bereich der Verkehrserziehung an den Grundschulen in der StädteRegion dürfte auf der Kippe stehen. „Die Aufgaben sind in dieser Fülle kaum noch zu bewältigen“, betont der 2. Vor sitzende Erhard Rüttgers. Die Kommunen seien bereits vor geraumer Zeit über diese Situation informiert worden, „aber es läuft sehr schleppend“, stellt Rüttgers fest. Er könnte sich vorstellen, dass eine kommunale Trägerschaft einen Teil der Aufgaben der Verkehrswacht übernimmt. Ansonsten sehe er die Gefahr, dass die Verkehrswacht Monschau nicht mehr handlungsfähig sei. Dies würde dann auch den Wegfall der Verkehrserziehung an den Grundschulen ab dem 1. Schuljahr bis zur Fahrradprüfung bedeuten. Die Landverkehrswacht hat seinerzeit diese Aufgabe auf die örtlichen Vereine übertragen. Nachdem die Verkehrswacht Monschau auch ursprünglich für die Kommunen Monschau, Roetgen und Simmerath zuständig war, kam später noch Stolberg sowie auf freiwilliger Basis auch Schulen im Nordkreis hinzu. Dies bedeutet, dass die in zwei Lkw untergebrachten Materialien, von Kinderfahrrädern bis Verkehrszeichen, permanent und pünktlich zu den Schulen geschafft werden müssen.

Vorsitzender Otto Stollenwerk erinnert zudem daran, dass auf Initiative der Verkehrswacht seit 1997 mit der Einführung des Disco-Busses eine weitere Aufgabe hinzugekommen sei, deren Hauptsponsor die Verkehrswacht sei. Dank dieses Projektes seien bis heute rund 50 000 Jugendliche sicher befördert worden.

Mit einem Schreiben an die betroffenen Kommunen sowie die beiden zuständigen Landtagsabgeordneten hofft der Vorstand der Verkehrswacht Monschau nun, die problembehaftete Situation so ergiebig dargestellt zu haben, dass bei der anstehenden Gesprächsrunde Anfang September ein Lösungsvorschlag auf den Tisch kommt.

Quelle: Aachener Zeitung; (P. St.)


Fahrzeugsegnung in Steckenborn

Steckenborn. Zur Fahrzeugsegnung in Steckenborn waren viele gekommen: ein Trecker mit Planwagen, vier Wagen der Feuerwehr, eine Zugmaschine der Transportfirma Herrmanns & Kreutz aus Kalterherberg und zahlreiche Pkw. Sie fuhren „Auf der Höhe“ an der Kirche an Pastor Michael Stoffels vorbei, um den Segen Gottes zu erhalten. In seiner Predigt bei der vorausgegangenen heiligen Messe erwähnte Pastor Stoffels die große Zahl der im Straßenverkehr tödlich Verunglückten. Rücksichtnahme und ein gutes Miteinander im Straßenverkehr seien deshalb ganz wichtig.


Abschied im nächsten Jahr

Steckenborn. Zur Mitgliederversammlung der Verkehrswacht Monschau, zuständig für Monschau, Simmerath, Roetgen, Stolberg und Eschweiler, konnte der Vorsitzende Otto Stollenwerk im Vereinslokal Stollenwerk 21 Mitglieder und Gregor Harzheim als Vertreter des Simmerather Gemeinderates begrüßen.

Über 1000 Arbeitsstunden

Stollenwerk hob hervor, dass auch im Jahr 2015 erfolgreiche Arbeit geleistet wurde. Firmen und Privatpersonen, die Städteregion und die Kommunen hätten die Verkehrswacht dabei finanziell unterstützt. „Viele freiwillige Helfer haben über 1000 Arbeitsstunden für die Verkehrswacht geleistet“, sagte der Vorsitzende. Allein beim Wirtschaftstag in Imgenbroich im September waren 20 Helferinnen und Helfer zur Stelle, wobei alleine der Gurtschlitten von 90 Personen ausprobiert wurde.

In Ihrem Geschäftsbericht ging auch Schriftführerin Hedwig Krause auf die zahlreichen Aktivitäten der Verkehrswacht im Jahr 2015 ein. Mit Gurtschlitten und Kindersitzen zeigte sich die Verkehrswacht auch beim Kraremanns Tag in Simmerath. Vor Schuljahresbeginn wurden mit den Feuerwehren und Helfern die Spannbänder „Brems Dich – Schule hat begonnen“ in den Dörfern aufgehängt.

Die Übergabe der Sicherheitskragen an die Schulneulinge fand diesmal an der GGS Lammersdorf statt. Warnwesten für die Kitas im Raum Roetgen wurden im September übergeben. Die Verkehrswacht unterstützte finanziell die Aktion in Roetgen „Blaue Bordsteine und gelbe Männchen“.

Weiter gab sie einen Zuschuss für drei Mofas für die Förderschule Eicherscheid.

Der Besuch von Fortbildungen und die Teilnahme an Veranstaltungen in Elsenborn gehörten ebenfalls zur Arbeit im Jahr 2015.

Im November 2015 begann die Verkehrswacht, mit den Flüchtlingen in Monschau auf der Haag das Verhalten im Straßenverkehr zu trainieren: Dr. Karl Reiter, Erhard Rüttgers, Otto Stollenwerk und einige Helfer führten diese Aktion durch, die im Jahr 2016 fortgesetzt wird. Pünktlich zur Mitgliederversammlung wurde die Homepage der Verkehrswacht neu eingerichtet. 421 Mitglieder zählt die Verkehrswacht. Dass der Verein finanziell gut aufgestellt ist, zeigte der Kassenbericht. Die Kassenprüfer Hermann-Josef Claahsen und Rebekka Braun hatten keinerlei Beanstandungen.

Bei den Teilwahlen im Vorstand wurde Erhard Rüttgers zum zweiten Vorsitzenden gewählt und als Beisitzer: Dieter Seidel, Bettina Najib, Matthias Kessel und Julian März. Als neue Kassenprüferin wurde Anke Babst gewählt, da Rebekka Braun nicht mehr für das Amt zur Verfügung steht. Da es immer schwieriger wird, einen Kassenführer zu finden, hat die Hauptarbeit der Kassenführung inzwischen ein Steuerberater übernommen. Hedwig Krause erledigt kommissarisch die übrigen Kassenarbeiten.

Zum Abschluss der Versammlung teilte der Vorsitzende Otto Stollenwerk mit, dass er nach reiflicher Überlegung und aus Altersgründen im nächsten Jahr nicht mehr zur Verfügung stehe. Die betroffenen Kommunen, die Städteregion und die Landesverkehrswacht in Düsseldorf sind darüber informiert.

Quelle: Aachener Zeitung


Kinder sehen es anders

Kinder lassen sich leicht ablenken. Das Verkehrsgeschehen auf der Straße beachten sie oft kaum. Nur was sie gerade interessiert, nehmen sie richtig wahr. Zum Beispiel ihre Spielkameraden oder den Hund des Nachbarn. Kinder sind sehr spontan. Ihre Handlungsweise ist daher oft unberechenbar. Beim Spielen hält auch der Bordstein sie nicht auf. Sie sehen die Gefahren nicht und laufen auf die Straße.

Erwachsene müssen sich im Straßenverkehr auf die Verhaltensweisen und Fähigkeiten von Kinder einstellen: Kinder sind kleiner als Erwachsene und können über parkende Fahrzeuge nicht hinwegsehen. Das Blickfeld der Kinder ist kleiner als das der Erwachsenen. Daher bemerken sie nahende Fahrzeuge erst später. Kinder können Geschwindigkeiten und Entfernungen erst ab etwa 10 Jahren einschätzen. Für Kinder ist es schwierig, zu bestimmen, aus welcher Richtung das Geräusch des nahenden Fahrzeuges kommt. Kinder sind nur eingeschränkt in der Lage, sich auf mehrere Dinge gleichzeitig zu konzentrieren.

Diese altersbedingten Eigenschaften können in der Verkehrserziehung nur teilweise ausgeglichen werden. Daher sind alle erwachsenen Verkehrsteilnehmer gefordert. Sie müssen auf die Kinder Rücksicht nehmen.


Sicher Fahrradfahren

Das Fahrrad ist heute dank aufwendiger Technik so leistungsfähig und attraktiv wie niemals zuvor. Moderne Schaltungen sorgen für hohes Tempo und viel Fahrvergnügen. Eines schafft aber auch die aufwendige Technik nicht: Das Radfahren risikolos zu machen. Mit nur wenig Aufwand ließe sich viel für die eigene und die Sicherheit anderer tun. Zuerst wäre da der Fahrradhelm zu nennen. Bei Unfällen von Radfahren sind Kopfverletzungen häufig. Mit einem Helm wird die Gefahr, sich bei einem Unfall am Kopf zu verletzen, um bis zu 70 Prozent verringert. Trotzdem sind immer noch zu viele Radfahrer “oben ohne” unterwegs.

Beim Kauf eines Fahrradhelms sollte auf eine einfache Handhabung beim Befestigen auf dem Kopf und auf eine gute Belüftung geachtet werden. Der Helm muss Stirn, Schläfen und Hinterkopf bedecken. Er sollte fest und zugleich bequem auf dem Kopf sitzen. Prüfsiegel wie das deutsche GS-Zeichen oder das amerikanische Snell-Zertifikat signalisieren, dass der Helm Sicherheitsnormen erfüllt. Am besten wäre es natürlich, wenn ein Helm niemals bei einem Unfall seine Schutzwirkung beweisen müsste. Mit einem gut trainierten Blick für Gefahren und etwas Disziplin ließen sich sicher viele Unfälle vermeiden. Bei einer vorausschauenden Fahrweise lassen sich gefährliche Situationen oft schon rechtzeitig erkennen. Vor allem beim Abbiegen und beim Aussteigen übersehen Autofahrer häufig Radfahrer.

Die Regeln der Straßenverkehrsordnung gelten auch für Radfahrer. Sie sind nicht Selbstzweck, sondern dienen der Sicherheit. Radfahrer, die auch die Sonderregeln für den Radverkehr kennen und sich an sie halten, werden für andere Verkehrsteilnehmer berechenbar und fahren dadurch sicherer. Technische Mängel an Fahrrädern können Unfälle verursachen. Oft werden Fahrräder mit unzureichend funktionierenden Bremsen oder mit defekter Lichtanlage gefahren. Hier sind die Radfahrer gefordert. Der eigenen Sicherheit zuliebe sollten sie regelmäßig die Technik ihres Fahrrades kontrollieren und warten. Gerade in der dunklen Jahreszeit empfiehlt es sich, auf ein einwandfreies Funktionieren der Beleuchtung zu achten. Wichtig sind auch die gelben Pedalreflektoren, weil sie durch ihr Auf- und ab beim Fahren den anderen Verkehrsteilnehmern ein Fahrrad signalisieren. Zu den Seiten hin muss ein Fahrrad entweder durch gelbe Speichenrückstrahler an den Reifen sichtbar gemacht werden. Oft fällt die Fahrradbeleuchtung wegen defekter Kabel oder korrodierter Kontakte aus. Beide sollten daher regelmäßig inspiziert werden.


Fahrradanfänger

Das erste Rad für den Nachwuchs sollte nicht zu früh angeschafft werden. Sinnvoll sind im frühen Kindesalter die Benutzung von Bobbycar und Laufrad. Denn erst mit fünf oder sechs Jahren können Kinder Rad fahren und dabei zugleich auch ihre Umgebung zumindest halbwegs beachten. Es ist jedoch immer wieder zu sehen: Schon zweieinhalbjährige Knirpse preschen mit Ihren stützradbewehrten Fahrrädern wild durch die Gegend. Radfahren lernen sie mit solch einem Spielgerät jedoch nicht. Eher schon sammeln sie damit ihre ersten Unfallerfahrungen. Etwa wenn sie mit einem Stützrad über die Bordsteinkante hinaus geraten und vor ein Auto kippen. Das muss nicht sein.

Denn es gibt ihn immer noch, den guten alten luftbereiften Tretroller. Er ist das ideale Zweirad für Kinder ab drei. Mit dem Roller lernen die kleinen spielerisch, auf nur zwei Rädern das Gleichgewicht zu halten und entwickeln dabei auch ein Gefühl für Geschwindigkeit. Und wenn es einmal brenzlig werden sollte, ist es einfacher, vom Roller als vom Fahrrad abzuspringen. Nach etwa zwei oder drei Jahren Rollererfahrung wird dann der Umstieg auf das Fahrrad erfahrungsgemäß nicht allzu schwer fallen.

Einen schnellen Erfolg verspricht die beim Freiherrn Drais von Sauerbronn, dem Erfinder der „Schnelllaufmaschine“, abgeschaute Lernmethode: Wie einst der Freiherr fährt das Kind mit dem Fahrrad, indem es sich mit den Füßen abstößt. Damit sie nicht stören, werden dazu die Pedale abgeschraubt und der Sattel so niedrig eingestellt, dass das Kind mit beiden Füßen gut den Boden erreicht. Dann wird es mit der Handbremse vertraut gemacht, ihm ein passender Helm aufgesetzt und los geht es. Das Kind wird versuchen, auch auf dem neuen, ungewohnten Zweirad vorsichtig das Gleichgewicht zu halten. Zuerst im Stand. Dann sozusagen auf dem Fahrrad laufend. Der Abstand zwischen den einzelnen Kontakten der Füße mit dem Boden wird wachsen, bis das Kind sich schließlich kräftig abstößt und einige Meter in freier Fahrt zurücklegt. Oft schon nach verblüffend kurzer Zeit wird es auch mit angeschraubten Pedalen fahren wollen und schon bald zwar noch etwas eckig, aber immerhin schon recht selbstsicher Rad fahren.


Sicherer Schulweg

Etwa 65.000 Kinder verunglücken jährlich auf dem Weg zur Schule. Das muss nicht sein. Denn mit etwas Köpfchen und etwas Übung ließen sich die Unfallzahlen gewiss reduzieren. Mit der Einschulung kommt auf die Kinder viel Neues zu. Auch der Schulweg ist neu. Sie müssen ihn erst kennenlernen. Dabei können ihnen die Eltern helfen. Sie sollten mit ihrem Nachwuchs den Schulweg regelrecht einüben und auf Gefahren hinweisen.

Der kürzeste Weg muss nicht der sicherste sein. Wenn sich Gefahrenstellen umgehen lassen, sollte ein längerer gewählt werden. Eltern sollten sich im Straßenverkehr stets vorbildlich verhalten, da Kinder von ihnen lernen. Bei einem längeren Schulweg ist das Kind auf den Bus angewiesen. In den Schulbussen und in den Öffentlichen Verkehrsmitteln fährt es sich sicherer als im PKW. Aber besonders an den Haltestellen lauern Gefahren. Hier gilt es, das Bewusstsein für die Gefahren beim Ein- und Aussteigen zu schärfen. Im Bus sollten die Kinder nicht herumtoben, sondern sich hinsetzen, damit sie bei einem plötzlichen Bremsen nicht durch das Fahrzeug geschleudert werden.

Um Kinder vor den Gefahren des Straßenverkehrs zu bewahren, fahren viele Eltern sie mit dem Auto zur Schule. Auf diese Weise lernen die kleinen jedoch nicht, mit den Gefahren umzugehen, ihnen fehlt das Fußgänger-Training. Entscheidend für die Sicherheit der Kinder im Auto ist, dass sie angeschnallt in einem altersgerechten Kindersitz fahren. Beim Aussteigen sollten Kinder das Auto nur auf der Gehwegseite verlassen, um so sicher ihren Schulweg fortsetzen können. Etwa die Hälfte der Unfälle auf dem Schulweg passieren mit dem Fahrrad. Kinder im Grundschulalter sind jedoch nicht in der Lage, das Fahrrad sicher zu beherrschen und auch in jeder Verkehrssituation richtig zu reagieren. Daher sollten die Kinder nicht vor dem 5. Schuljahr allein mit dem Fahrrad zur Schule fahren.


Schule hat begonnen

Die Verkehrswacht NRW führt jährlich zum Schulbeginn an Grundschulen Veranstaltungen zum Thema „Schule hat begonnen“ durch. Ziel ist es, die Kraftfahrer daran zu erinnern, mehr Rücksicht auf Kinder im Straßenverkehr zu nehmen.

Um die Aufmerksamkeit der Autofahrer zu schärfen, werden an stark befahrenen Einfallstraßen Spannbänder und Plakate mit dem Text „Brems Dich! Schule hat begonnen.“ aufgehangen. Große Plakate „Schulanfänger = Verkehrsanfänger“ und „Wir Schulkinder sind unterwegs“ dienen ebenfalls als Blickpunkte. Das heißt, bremsbereit zu sein, wenn Kinder sich der Fahrbahn nähern.

Am ersten Schultag Zu Beginn der dunklen Jahreszeit erhalten die Kinder die Gelben Sicherheitswesten. Sie sind leuchtend gelb und reflektieren bei Licht. Die Sicherheitswesten sorgen dafür, dass die Erstklässler auf der Straße eher wahrgenommen werden, besonders morgens, wenn es noch dunkel ist. im Dunkeln.